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23.03.2025, Lokalredaktion
Das Dorfgemeinschafshaus wurde wieder einmal, nach sechs Jahren, zum Schauplatz eines kleinen, aber feinen Musik-Events: „Rock over Seefeld“. Die Bühne, die in diesem Jahr deutlich größer war, als bei den Konzerten zuvor, bot auch der jungen Band „Dark Mondays“ einen tolle Plattform, um sich und ihre Musik zu präsentieren.
Als Opener haben es Bands nicht immer leicht, das Publikum für sich zu gewinnen. Doch an diesem Abend war das überhaupt kein Problem. Das lag nicht zuletzt an der tollen Stimme von Sängerin Ana-Lucia Deterding, die sehr ausdrucksstark den Songs aus den 80- und 90-Jahren, wie „Born to be wild“, „Eye of the tiger“ und „Hotel California“ ihren Stempel aufdrückte. Die Band kam bei den Zuschauern so gut an, dass sie gleich auch noch eine Zugabe verlangten. Zur Band gehören ferner Lynn Köchel (Bass), Jonathan Heyelmann (Schlagzeug), Carlotta Folgmann (Keyboard), Svenja Beyer (Gitarre). Die Band, betreut von Jahnhallen-Chef Stefan Jaedke, ist aus einem Workshop erwachsen. Inzwischen hat die Band schon Bühnenerfahrung sammeln können und auch einen großen Fanclub mit dabei.

Weiter ging es an dem Abend mit der Nordenhamer Band „Beyond Heaven“. Die Coverband begann dann gleich auch ein wenig druckvoller. Ein wenig Light-Show, ein mobiles Keyboard und Sängerin Merle, mit einer super Stimme und schon ging auf der Bühne und im Saal die Post ab. Hier hatte das Publikum sichtlich seinen Spaß und sang die Hits, wie „Under pressure“, „Billy Jean“ und „Love shag“ lauthals mit. Als dann bei der Zugabe „Ich wollte Dir nur mal eben sagen“, brauchte wohl kein Zuschauer ein Textbuch und das Publikum im Dorfgemeinschaftshaus verwandelte sich einen riesigen rockigen Chor.
Weiter ging es dann mit alten Bekannten. „Die Schläger“ aus Bremen waren schon mehrfach bei „Rock over Seefeld“ zu Gast. In gewohnter Weise dröhnten ihre Songs, in denen sie kein Blatt vor den Mund nehmen, durch den Saal. Ob es ums Saufen geht, oder Hannover geht, völlig egal, denn der Band geht es um Spaß und zum Mitgröhlen der Refrains reichte es für das Publikum allemal.

Abgerundet wurde das Line-up durch die Band Ultroviolett, die mit ihrem einzigartigen Sound und kreativen Kompositionen frischen Wind in die Rockszene gebracht hat. Die Band hat inzwischen schon ordentlich für Schlagzeilen gesorgt. In Berlin sicherte sie sich im Halbfinale des Bandwettbewerbs „SPH Music Masters“ in Berlin den dritten Platz, begeisterte das Publikum beim Nordenhamer Stadtfest im vergangenen Jahr. Auch in diesem stehen noch Termine für Niklas Kanthack (Gesang), Ole Hußmann (Schlagzeug), Aliya Candogan (Bass), Ben Minßen (Keyboard) und Henrik Biller (Gitarre) auf dem Programm. Unter anderem bei Rock on Isens und dem Fonsstock-Festival, in Nordenham. Zahlreiche Fans der Band, die „Ultras“, waren an diesem Abend auch vor Ort, leicht zu erkennen, an den Shirts der Band, die ihre Lokalmatadoren lautstark feierten. Das Publikum an diesem Abend war auch sehr gemischt, auch wenn das Mittelalter in der Überzahl war.
Bereits kurz nach dem Einlass waren alle 200 Karten verkauft. Einige Besucher mussten im Laufe des Abends auch noch abgewiesen werden, da wegen der Brandschutzauflagen nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern eingelassen werden darf. „Rock over Seefeld“ wurde von dem Organisationsteam um den Seefelder Niklas Kanthack erneut initiiert. Mithilfe der Straßengemeinschaft „Die Chauken“ und der Dorfgemeinschaft konnten sie alles auf die Beine stellen. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde hergerichtet, es gab einen Getränkeausschank und in der Grillhütte, gleich nebenan, wurden die hungrigen Besucher mit Bratwurst und Pommes versorgt. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)